Essen, was man retten will ...

... dieses Motto der Slow Food Kampagne hilft auch dem Aal. Deshalb haben wir 2009 die „Initiative zur Förderung des Europäischen Aals (IFEA) gemeinsam mit Fischern, Händlern und anderen Aal-Verarbeitern gegründet, um die Bestände wieder aufzubauen. Denn die bedrohte Delikatesse hat bei uns Tradition. Immerhin haben wir 1960 mit dem Aal, den wir bis heute über offenem Buchenholzfeuer in unseren Altonaer Öfen räuchern, angefangen.

So gehen von jedem Kilogramm Aal, das verkauft wird, 50 Cent an die Aal-Initiative, die damit über den Eel Stewardship Fund (ESF) Maßnahmen zum Schutz des Wanderfisches initiiert und finanziert. Dazu gehört mehr als Aal-Besatz. Denn die Bedrohungen des Aals sind vielfältig. So zählt er zur Lieblingsspeise von Kormoran und Fischreiher, die sich durch ihren Schutzstatus stark vermehrt haben. Zudem machen es die großen Kraftwerksbetreiber dem Aal schwer. Allein in Deutschland blockieren mehr als 7.600 Wasserkraftwerke und tausende Wehranlagen seinen Weg von unseren Seen und Flüssen ins Meer zu den Laichgebieten. Das muss nicht so sein, aber die erforderlichen Nachrüstungen kosten Geld und müssen von einer Lobby, die sich für den Aal stark macht, eingefordert werden. Jeder gegessene Aal hilft also dem Gesamtbestand und lässt diese Delikatesse nicht in Vergessenheit geraten.